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    Kestal Covalith

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    Kestal

    S T A M M : Kenaz
    A L T E R : Zehn verschneite Winter
    R A N G : Schamane

    Kestal Covalith

    Beitrag von Kestal am 26.12.12 13:20





    KESTAL COVALITH




    BUT TIME AND TIME AGAIN I SEE IT IN THEIR EYES




    name
    Kestal Covalith

    So riefen sie mich, so nannten sie mich, so höre ich. Ein Name, eine Bedeutung und wer weiss, vielleicht ja auch eine Bestimmung. Hoffnung... Die wurde mir Lastenschwer mitgegeben und doch trage ich diesen Namen mit Stolz. Kestal – Hoffnung; das Kind welches diese bringen soll. Covalith – Schneeglanz; der Pelz er gleicht frisch gefallenem Schnee und zugleich grauer Asche der Verwüstung durch verheerende Feuer. Silbrig-weiß, was davon ist nun zutreffender?





    geschlecht
    Fähe

    Man sieht es mir doch schon auf der Ferne an, so klein und zierlich wie ich bin. Die weibliche Stimme die sich zum Geheul erhebt. Wer dies nicht sieht muss ein Blinder sein, doch diese können ja immer noch hören und riechen.





    alter
    10 Winter

    Schon zehn verschneite Winter weile ich auf dieser Welt und wandle zwischen den Lebenden und Toten. Keine Kälte drang durch meinen dicken Pelz der mich schon all die Jahre vor Wind und Wetter schützte.





    zugehörigkeit
    Kenaz

    Die Wege sind verworren und scheinen einem jedem unergründlich. Doch der Fluss der Zeit, das Schicksal und vielleicht ein Gott weiss darüber Bescheid. Ich klage nicht an wo ich bin doch ob ich es gut heiße? Ich habe nichts anderes kennen gelernt und die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.





    rang
    Schamane

    Ob ich es meiner Auffassungsgabe verdanke? Meinen Namen? Oder vielleicht doch meinem Gemüte und dem Herzen? Ich kann es nicht sagen ich wandle aber auf jene Pfade und würde nicht behaupten, dass ich falsch abgebogen bin. Ich fühle mich recht wohl wo ich bin und wer ich bin.





    glaube
    Unergründlich

    Woran ich glaube? Es ist der schwankende Fluss den ein jeder anders nennt. Der eine nennt es Schicksal, der andere Leben, der nächste Gott und wieder ein anderer Zufall. Ich glaube an dies und das – eigentlich an alles und doch irgendwie an nichts. Vielleicht bin ich ja ein Nihilist? Nein, das bezweifle ich. Ich würde sagen, dass ich glaube. Doch was ich glaube das ist schwieriger.





    titel
    L'orthae quortek

    Ein interessantes Ansinnen musste meine Mutter haben. Und wenn nicht sie, dann vielleicht der Vater? Es ist mir geradezu unangenehm zu übersetzen was sie mir als Überzeugung mitgaben, so sehe ich mich doch nicht diesem Innehalten und doch scheint es mir als sei ich vom Glück geküsst. Nein, fragt lieber nicht. Ich werde schweigen so wie über meine Ysultia.






    I FEEL THE DISTANT STARE OF A WATCHING EYE




    aussehen
    Schlank, Fragil, Klein

    Was soll ich zu mir schon sagen. Bin ich doch ich und niemand anders. Leicht steche ich zwischen all den anderen heraus. Bin ich doch immer die kleinste, selbst die Welpen und Jungwölfe werden mich eines Tages überragen. Doch aus dieser geringen Größe machte ich mir nie etwas. Es hat auch oft etwas gutes so klein zu sein. Vielen reiche ich vielleicht bis zum seitlichen Schulterblatt, anderen gerade einmal zur Brust und werde daher oft nicht sofort wahrgenommen oder gesehen. Gut und gerne kann ich so in einem Rudel untergehen und dabei sind meine Beine schon lang und schlank. Nicht mehr als Haut und Knochen, einigen Muskeln damit sie mich lange und weit tragen. Auf andere wirke ich durch den schmächtigen Körper fragil und zerbrechlich – man mutet mir oft nicht an, dass sich unter der dicken Pelzschicht auch ein kleines Kämpferherz schlägt welches sich flink seine Bahnen suchen kann. Ja, auf meine großen Läufe war schon immer verlass. Sie haben meinen leichten Körper oft wohin gebracht und das in Windeseile. Da trifft die Aussage „Klein aber oho“ sehr gut. Als schnelle und agile Läuferin würde ich mich beschreiben mit dem Windschnittigen Körper. Ein schmaler Kopf mit langen flauschigen Ohren und ein dicker Pelz der den doch hageren Körper etwas aufbauscht und natürlicher wirken lässt. Das Fell an sich ist in einem perfektem Zustand und auch an meiner Rute habe ich nichts zu bemängeln. Zum Kampf bin ich eindeutig nicht geboren, aber das ist ja auch nicht mein ansinnen.





    fellfarbe
    Weiß-silbrig

    Unauffällig für die Gegend in der ich lebe. Ein perfektes Fell um in dem Lande unter zu gehen und zugleich auffälliger denn je. Es ist ein reines weiß, weiß wie der erste Schnee der fällt. Doch ein silbriger Schimmer durchzieht es, lässt es schimmern und eigenartig entrückt aussehen. Nicht von hier und doch von nirgends anders.





    augenfarbe
    Bläulich-Grün

    Tief und dunkel stechen sie doch leicht heraus aus dem hellem Fell. Ich hörte mal, sie sollen wie die wilde See sein und dann doch wieder nicht. Ruhig und angenehm, geheimnisvoll und unbezwingbar. Doch was genau stimmt hier nun? Sie sind dunkel – ja. Aber die See?





    größe
    Hundertundeinen Zentimeter

    Ein gesundes mittelmaß und am Ende bringt es doch nichts. Auch wenn ich recht mittig liege und vielen mit dem Kopf so eben über die Schulter schauen kann, so wirkt der Körperbau dennoch zierlich – gar gebrechlich. Es sind die langen Läufe die mich so groß werden ließen.





    schmuck
    Federband

    Eigentlich ist es nichts besonderes. Doch ich finde es hübsch. Es ist einzigartig und liegt mir nah am Herzen. Hinter meinem linkem Ohr trage ich ein Federband aus Perlen und Leder. Braune und schwarze Federn zieren es neben einem hellem türkisfarbenem Band. Klein und Fein.





    ysultia
    Pentrado

    Auf meiner linken Flanke befindet sich die Ysultia. In einem gräulich-silbrigem Kreis sind auf der unteren Seite zwei Wellenförmige Linien wobei die unterste die darüber umfasst. Auf der obrigen wider rum führen in spitzen Linien, dem Horn eines Widders gleich, gen Himmel und kehren dann nach innen gedreht äußerlich ein.





    besonderes
    Fell

    Ich denke ein jeder ist besonders. Hat seine kleine Sache die ihn so Einzigartig macht. Dafür brauch man keine Ysultia oder Schmuck. Wenn man mich fragt, was mich äußerlich auszeichnet so würde ich auf mein Fell weisen. Es ist mittellang, dicht und schön an zu sehen.






    LIKE THE WILD IN A CAGE WAITING TO BE FREE




    charakter
    Unbeständig Beständig mit einer Priese wankelmütiger Standhaftigkeit

    Ein Charakter ändert sich, sagt man. Er verformt sich durch die Zeit wie der Stein durch das Wasser geformt wird. Der rege Fluss jener Zeit soll es sein, der den Charakter schleift, verformt, abstumpft oder eben einen rohen Diamanten zu seiner wahren Pracht führt. Als was ich mich sehen würde vermag ich nicht ein zu schätzen. Das liegt mir fern – ferner denn alles. Zumal meine Reaktionen so verschieden sind wie die fünf Winde in ihrer Mächtigkeit. Jeder hat seine Eigenheiten und Weisen, seine bewährte Art und neu erprobtes. Ich könnte nicht annähernd ins Detail gehen wie ich bin oder auf etwas reagiere – am Ende sind es nur grobe Umrisse, die zu detailierten Ausführungen werden wenn man mich erlebt.

    Eigentlich würde ich behaupten dass ich von ruhiger Natur bin. Mit meinen Augen blicke ich aufmerksam in die Welt hinein und schweige doch. Stattdessen lausche ich und sehe – versuche mehr als nur das oberflächliche zu entdecken was nicht das einfachste ist. Aber was ist schon ein eigentlich in der unbeständigen Zeit? Ebenso kann ich aufdrehen und voller Freude und Zuversicht herum springen wie ein kleiner Welpe. Vielleicht nicht gerade die repräsentantivste Eigenschaft als Schamane aber immerhin das blühende Leben. Was bringt es einem denn schon viel immer nur ruhig und 'schicklich' zu sein? Ich meine Pazifist bin ich ja schon von Grund auf und dementsprechend würde ich eher weinend untergehen als einem anderen an die Kehle zu springen. Das ist auch nicht gerade für sich sprechend. Aber ich bin eben ich und dazu stehe ich. Wozu Gewalt anwenden, wenn Worte und liebe Gestiken auch zu verhelfen mögen? Ich glaube daran, ich zweifle es nicht an. In einem jedem Wesen steckt ein guter Funke, er will oft nur gefunden werden und weiter entfacht. Gelingt einem dies, dann brauch es sowieso keiner Gewalt mehr. Aus Hass entsteht nur Hass und aus Leid nur Leid. Ein ewiger Kreis.

    Mich selbst würde ich als Vertrauenswürdig bezeichnen. Nicht nur dass ich anderen Vertraue, man kann auch mir viel anvertrauen und ebenso vertrauen. Aber am Ende liegt das Ermessen ganz im anderen und ich werde niemanden zwingen oder dazu überreden. Naja gut – vielleicht renne ich dann schon manchmal stur mit dem Kopf gegen den erst besten Baum bei solcher Angelegenheiten. Mit solcher Angelegenheiten meine ich eine ganze Reihe. Es geht mir in erster Linie um das Wohl der anderen. Ich bin da nur Zweitrangig und es ist eben nicht so einfach über all das Eis zu brechen, bis zu den Sorgen vor zu dringen und dann kann es schon sein dass man eine Unnachgiebige und sture Ader von mir kennen lernt. Wie ich dann auf etwas herum reite und nachhake bis ich es erfahre. Manchmal ziehe ich mich auch zurück um dann später doch wieder zuzupacken. Unerbittlich, könnte man sagen. Auch wenn dieses Wort sehr grässlich klingt – zumindest in meinen Ohren.

    Dennoch schafft man es einfach mir immer wieder Wörter aus dem Maul zu ziehen die sich rechtfertigen. Für jeden kleinen Fehltritt und wenn er sich nur so anfühlte, entschuldige ich mich wie ein dummes Kind. Doch dabei ist es gar nicht so dumm – oder? Ich meine klar, vielleicht entschuldige ich mich zu viel. Aber lieber einmal zu viel als einmal zu wenig oder nicht? Ich fühle mich halt oft für etwas Verantwortlich und lege viel zu schnell Rechenschaft ab. Ebenso schnell vertraue ich anderen und glaube an ihr Wort welches sie sagen. Umso schlimmer wird der Fall nach einer herben Enttäuschung. Allerdings wäre ich nicht ich, wenn ich nicht danach wieder aufstehen würde und einfach weiter gehen, weiter versuchen würde. Ebenso wenig würde ich jemanden verraten ob nun seiner Emotionen oder seiner taten wegen, was dennoch nicht bedeutet dass ich keinen Gerechtigkeitssinn habe.

    Wie man sieht, ist es nicht immer wirklich einfach. Ich zu sein ist schon eine komplexe Sache, jedoch bin ich mir gewahr dass ein jeder diese Bürde trägt und sein bestes gibt. Gebt nicht auf, ich bin mir sicher, dass ihr es schafft. Und wenn nicht, werde ich kommen und euch stützen – seit euch dem sicher.






    stärken


    .x. Vergebend && Pazifistisch .x. Warmherzig && Herzlich .x. Empathisch && Vertrauensvoll .x. Gerecht && Aufgeweckt .x. Hoffnungsvoll && Tapfer .x.





    schwächen


    .x. Vergebend && Pazifistisch .x. Gutgläubig && Naiv .x. Devot && Rechtschaffend .x. Zerbrechlich && Verschwiegen .x. Unnachgiebig && Stur .x.





    vorlieben
    Alles

    Was ich so gerne mag hier in dieser Welt ist ein jedes Ding. Ob Blume, Grashalm, Seelchen, Pfote oder anderes. Ich liebe den Schnee (gerade diesen liebe ich am meisten), das rege Treiben, die Wölfe und die Träume sowie Hoffnungen. Ich liebe die Pflanzen und das unbeständige Wetter welches uns jeden Tag neues eröffnet. Ja, ich liebe die Welt an sich.





    abneigungen
    Weniges

    Abneigungen hege ich nicht viele doch diverse bestimmte. Ich halte nicht wirklich etwas von Gewalt und ihrer Anwendung. Ganz im Gegenteil, ich glaube eher dass man in Ruhe und Frieden alles klären kann und dafür nicht so unglaublich grausam werden muss. Aus Leid entsteht neues Leid und aus Hass wird Hass geboren. Mit Liebe und Respekt sollte man sich entgegentreten. Ob ich darum vielleicht Gewalt ablehne und selbst als letztes Mittel ungern ansehe?





    besonderes
    Gutgläubigkeit && Hoffnungsvoll

    Besonderes an meinem Charakter. Hm. Das ist ja noch schwieriger als besonderes an meinem Aussehen. Aber wenn man mich fragen würde durch welche Eigenschaft ich mich am meisten Auszeichne so glaube ich, dass die Antwort lauten müsste durch meine Gutgläubigkeit und Hoffnung. Ich lebe ganz nach dem Motto: „Die Hoffnung stirbt zuletzt“. Hinzu kommt eine mächtige Schaufel voll von Glauben. Ich glaube an das Gute in jedem und alles und durch die Hoffnung werde ich niemals davon müde.






    IN THE HOPES YOU HEAR MY SONG




    mutter
    Aurora Edonil

    Meine Mutter? Sie war eine liebenswürdige Wölfin. Immer versuchte sie die richtigen Entscheidungen zu treffen, die richtigen Taten zu vollführen. Beschützend und scheute sich nicht anderen die Stirn zu bieten wenn es von Nöten war. Es ist wirklich traurig, dass sie verstarb als ich gerade einmal Eineinhalb war. Sie wäre sicher stolz auf mich.


    vater
    Lugaid Covalith

    Meine Mutter hat meinen Vater nie genannt, ich kenne nicht einmal seinen Namen. Auch nicht ob er noch lebt oder längst verstorben ist. Was auch immer passiert sein mag oder er getan hat, ich hoffe das beste für ihn.


    geschwister
    Keine

    Meines Wissens nach bin ich alleine und habe keine weitere Familie.


    existenziell
    Thalack

    Es ist wie es ist. Dieses was wir haben, was wir leben was wir geben. Thalack kenne ich schon viel zu lange. Ich kann nicht ohne ihn. Er ist mir lieb und teuer. Wichtig und unersetzlich. Ein Gefährte? Ich weiss nicht – nein ich glaube nicht. Aber Lebenswichtig. Er nimmt schon einen so hohen Stellenwert ein, besitzt so viel Einfluss... es geht gar nicht mehr ohne ihn.



    gefährte
    Hoffnung

    Einen Partner habe ich in diesem Sinne der Liebe nicht. Dennoch fühle ich mich nicht allein immerhin begleitet mich die Hoffnung mit jedem Schritt und Tritt.





    nachwuchs
    Liebe

    Nichts dergleichen besitze ich doch die Liebe in meinem Herzen schlägt unabänderlich. Ich habe reichlich und muss sie nicht unbedingt nur meinen Nachfahren schenken. Liebe ist etwas was ein jeder haben sollte – erhalten sollte.






    IN A TIME IN A PLACE LONG AGO TODAY




    vergangenheit
    Ereignisreich

    Geboren wurde die junge Fähe von ihrer Mutter Aurora Edonil. Und ebenso von ihr alleinig aufgezogen. Vom Schöpfer, dem Vater, keine Spur. Kein Hauch und kein Gespräch. Die Mutter meidete es, umrundete es oder speiste es gekonnt ab. Und als braves Kind nahm Kestal es hin. Unter der sanften Art und Weise wuchs die Jungwölfin als freundliches Wesen auf und trennte sich schon viel zu schnell von ihrer wenigen Familie.

    Und als sie ihren sechsten Lebensmonat erreichte, wurde sie von einem Jäger in sogenannte Obhut genommen damit ihr die Grundlagen des Lebens im Stamm beigebracht werden konnten. (Dass sie kein Jahr darauf ihre Mutter verlor konnte niemand wissen.) Der Jäger war ein dunklerer Wolf mit einem Namen der Kestal öfters gerne mal entfiel und dadurch leider eher als Scheme der Erinnerungen noch bekannt ist. Jedoch wusste sie noch, dass er der flotteste Läufer des Kenaz Stammes war. Flink wie ein Reh und kaum ein zu holen. Durch ihn lernte die junge Fähe wie man agil wie ein Hase Hakenschlagen und dennoch so schnell wie ein Reh ist. Es war eine Zeit voller Entdeckungen, neuen Begegnungen und Wissbegierde. Die Zeit, in der eine Pflanze ihre Blüte entfaltete und zu einer wundervollen Blume wird.

    Diese Zeit hielt an bis sie ihren dritten Lebensjahr erreichte. Da begann das wirkliche Leben – wobei dies ja immer eine subjektive Betrachtung war und für Kestal nicht zutraf. Für sie war schon früh bekannt gewesen dass sie helfen wollte. Da Gewalt keine Lösung für sie war und die Fähe von Anbeginn klein und fragil wirkte, war der Wächterposten keine Option für sie. Zwar war sie wendig und recht flink auf den Pfoten doch auch zu den Jägern wollte sie nicht. Stattdessen sah sie den richtigen Weg in der Ausbildung als Schamane. Möge es Schicksal oder Glück sein, doch niemand verwehrte ihr diesen Weg. Schon früh ist sie aufgefallen mit ihrer empathischen Art wie schnell sie sich in andere hinein fühlen konnte, manches über die Pflanzen wusste noch bevor sie sie kannte und vor allem dass sie ein ausgeprägtes Interesse an den Ysultias besaß, als würde sie sie lesen aber noch nicht vollends verstehen.

    So ging die reinweiße mit dem silbrigen Fell in die Lehre bei einem Schamanen namens Ogoth. Ein älterer Varg mit Erdbraunem Pelz und einem etwas verstreuten Wesen. Er war bekannt für seine resolute und strikte Art, aber auch dafür dass er gerne etwas verwirrt neben sich stand und nicht mehr wusste was er wollte – ob nun an Taten oder Worten. Bei ihm lernte Kestal auch den jungen Rüden Thalack kennen. Vom ersten Moment an ein faszinierender Zeitgenosse der es ihr auf unerklärlicher Weise angetan hatte. Sie interessierte sich für ihn und seine Belange – kam allerdings nie sehr weit. Der Rüde blockte einfach ab.

    So war es der Zufall, der sie eines Tages doch näher aneinander brachten als sie wohl zuvor gedacht hätten. An einem der vielen ruhigen Tagen im Lande Varebyr, ging die Fähe alleine spazieren und genoß den klaren Himmel, die frische Luft und die Ruhe um sich herum. Die Ausbildung war noch weit am Anfang, doch an diesem Tage konnte sie die Zeit für sich nutzen. Abgelenkt von der Schöhnheit der Natur stolperte sie so wortwörtlich über einen nicht ganz vorhandenen Varg, der sich Thalack schimpfte. Nicht ganz bei Sinnen, geradezu zugedröhnt und weit von seiner selbst entfernt, sowie der Realität. Voller Sorge um ihn und was ihn dazu brachte kümmerte sich die Fähe um ihn. Suchte mit dem wenigen Wissen die richtigen Dinge, versuchte noch sturer und unnachgiebiger als zuvor zu dem Wolf vor zu dringen. Jetzt erst recht behielt sie den Wolf im Auge, folgte ihm und tanzte ihm mit einer skurilen Mischung aus Unterwürfigkeit und Sorge zu stören auf den Nerven herum. Mit seiner verschrobenen liebenswürdigen Art ergatterte sich der Rüde einen Platz im Herzen der Hoffnungsseele.

    Diese verzweigte Beziehung die sich da entwickelte konnte allerdings nicht lange gut gehen. Auch wenn Thalack sein bestes tat um Kessy aus allem heraus zu halten, war die Wölfin doch zu gerissen und dickköpfig als sich einfach abwiegeln zu lassen. So kam es wie es kommen musste und als sie ihn eines anderen Tages (beide waren sie schon ein Jahr in der Ausbildung zum Schamanen) erwischte wie er sich selbst Leid antat, warf sie sich kurzer Pfote dazwischen. Die scharfen Fänge des größeren Rüdens umpackte ihren Lauf und biss kräftig zu, als würde er den leisen Schmerzenswimmer nicht hören. Zu spät bemerkte er es, dass er den falschen lauf umfasste. Schon tief hatte er die Zähne hinein gebohrt und das Blut floss. Schmerzen durchzogen die Fähe, die verzweifelt ein Heulen unterdrückte und die Augen versuchte nicht zusammen zu kneifen. Sie wollte nicht wegsehen, sie wollte ihn ansehen. Sie wollte Thalacks Gesicht sehen, ihn anlächeln und Hoffnung zusprechen. Mut und Beruhigung, nicht dass er sogleich türmte oder vielleicht noch schlimmeres (wobei sie ihm das wirklich nicht zutraute).

    So stürzte sich der eine in bittere Reue, während die andere Treue schwor und sich erneut mit genommenem Schaden dafür einsetzte dass der Graupelz andere Lösungen fand als die bisherigen. Ob sie seit dem Zeitpunkt unzertrennlich waren? Nun. Vielleicht. Für Kestal wurde der Wolf existenziell, lebenswichtig. Ein Leidensgefährte, ein Wolf mit Verlass, der jedoch ebenso viel Hilfe benötigte. Auf ihre Art verlor sie ihr Herz ohne es ganz zu realisieren. Wann immer es ging suchte sie ihn und kümmerte sich um ihn, gab ihm aber auch den Freiraum und hielt ihn nach Möglichkeit unbemerkt im Auge. Ihr Herz voller Sorge, die Seele geplagt von der Pain und doch voller Liebe und Freude. Ein zwiespältiges Verhältnis welches sich über die Jahre noch intensivierte.

    Mit Thalack zusammen schloss sie die Ausbildung ab. Als gute Seele und fürsorgendes Herz, hat sie sich (selbstredend) auf die Heilkunde spezialisiert. Seelische Betreuung? Kein Problem. Psychischer Beistand? Ein Schweifklacks. Lesen und deuten der Ysultia? Keine Probleme mehr. Glaube? Welchen auch immer sie vertrat er war stark. Mit feurigem Eifer ging sie dem nach, er gab ihr Kraft und in allem gab sie sich Mühe gut zu sein. Nur mit Giftkräutern, da hat sie es nicht wirklich so. Aber irgendwo muss man ja auch seine Schwächen haben. Und alles in allem konnte man sagen, dass Kestal Covalith sich zu einer hervorragenden Heilerin des Stammes gemausert hatte und stets ihr bestes gab. Seitdem durchzog sich das Leben im Wechsel von Freud und Leid, Aufgaben und Herausforderungen. Hoffnung und dem tiefen Fall dessen nur um sich wieder auf zu raffen und von vorne zu beginnen. Unspektakulär und doch Ereignisreich.





    I CLOSE MY EYES AND CALL YOUR NAME




    regeln
    Verstanden



    charakterweitergabe
    NIEMALS!



    inaktivität
    Abseits
    Der Charakter wird versucht heraus genommen zu werden sollte die Zeit wirklich knapp werden. Komme ich nicht dazu wird man dazu berechtigt sie ins Aus zu spielen.

      Aktuelles Datum und Uhrzeit: 24.05.18 10:20